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Newsletter 05+06/18

Neues aus Mannheim

Newsletter 05+06/18

Newsletter MAI + JUNI

Spezialausgabe

Als Entschuldigung, dass wir keinen Mai-Newsletter verschickt haben, bringen wir nun einen großen
Mai/Juni-Newsletter heraus.

Viel Spaß beim Lesen!
Euer CURE-Newsletter Team

Es ist soweit!

Rollout 2018

Am 15.06.2018 war es endlich soweit: Der erste Rollout von CURE fand im Audimax der DHBW in
Mannheim statt und war ein voller Erfolg. Neben den Teammitgliedern waren Dozenten, Studenten,
Professoren, Medien- und Sponsorenvertreter vor Ort um die Präsentation von CM-18E, auch
bekannt als „Gudrun“, nicht zu verpassen. „Gudrun“ ist der Spitzname des CM-18E, welches in
Anlehnung an den englischen Satz „good run“ vom Team ausgewählt worden war.
Neben dem Rektor der DHBW Mannheim, Prof. Dr. Nagler, wurde auch vom Dekan der Fakultät
Technik, Prof. Dr. Föhrenbach, eine Rede vor versammeltem Publikum gehalten. Wir danken der
DHBW Mannheim für die Unterstützung des Projektes.
Während der Präsentation wurde den anwesenden Zuschauern einen Einblick hinter die Kulissen
gewährt. Jede/r Teamleiter/in stellte kurz die Aufgaben und Verantwortungen seine/ ihres
Aufgabenbereichs dem Publikum vor. Am Ende wurden alle Mitglieder aufgerufen und zusammen
wurde das schwarze Tuch über Gudrun entfernt. Danach wurde sich bei Getränken und Snacks über
den Rennwagen und das Team ausgetauscht und Fotos mit dem strahlenden Auto gemacht.
Wir möchten hier als Team nochmal Danke an alle sagen, die diesen Tag unvergesslich gemacht
haben und uns das letzte Jahr unterstützt haben.
Nun geht es in großen Schritten in Richtung Italien. Das ganze Team hat sich auch nach dem Rollout
weiter damit beschäftigt das Beste aus „Gudrun“ rauszuholen um die fahrende Premiere in Italien
feiern zu können.

Fertig!

Rahmen-Update

Als Basis für das Fahrzeug wurden die Arbeiten am Chassis als erstes abgeschlossen. Dank
der Unterstützung des Teams und mitwirkenden Unternehmen wurde der Rahmen
geschweißt, gestrahlt und lackiert. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle dem Sponsor
Auto König für das Lackieren des Rahmens in matt schwarz.
Im Folgenden soll das Konzept und der Prozess zusammengefasst werden.
Das Chassis des Fahrzeuges ist ein Gitterrohrrahmen aus dem Material 25CrMo4 mit

zöllischen Profilen. Das Material verfügt über eine höhere Streckgrenze als S355
Stahlbaustahl. Darauf aufbauend können die Wanddicken auf das kleinste vom Regelwerk
zulässige Maß ausgelegt werden. Die Außendurchmesser mit zöllischen 25,4mm bieten eine
rund 4% höhere Biegesteifigkeit, als Profile mit 25mm Außendurchmesser.
Ein anderer Faktor die Steifigkeit des Rahmens zu erhöhen, ist die Verwendung von
quadratischen Profilen und eine darauf aufgebaute Leiterstruktur. Im Vergleich zu runden
Rohren sind quadratische Profile 9,3% leicht und 1,24 mal biegesteifer. Dies lässt uns eine
Torsionssteifigkeit von 3,3 kNm/° erreichen. Vor allem die drei sechseckigen Strukturen mit
quadratischen Profilen, welche senkrecht auf der Leiterstruktur stehen, verbessern diese
Eigenschaft. Das Sechseck in der Front (Bulkhead) lässt es zudem zu, die Fahrzeugnase
schlanker zu gestalten. Dies reduziert die gesamte Fahrzeuglänge und Projektionsfläche,
wodurch eine effizientere und agilere Fahrweise ermöglicht wird.
Im Vergleich zum letztjährigen Fahrzeug konnte der Leichtbauindex nahezu halbiert werden.
Das ist durch die Erhöhung der Gesamtsteifigkeit bei gleichzeitiger Reduktion des Gewichtes
auf 44kg (Rahmen mit Anbindungen) begründet.

Hört ihr die Signale?

Die Microcontroller

In Rennwagen der Formula Student werden Microcontroller zur Signalverarbeitung
verwendet. Sie gehören zu den wenigen softwaregesteuerten Komponenten im Auto
und übernehmen Aufgaben von der Steuerung von Aktoren, der Auslesung, Analyse
und Umwandlung von Sensorsignalen, bis teilweise hinzu der Ansteuerung des
Motors.
Im CM18e ist die Aufgabe der Microcontroller die Auslesung und das Umwandeln
von Sensorsignal, sowie die Ansteuerung von Aktoren. Die Motorsteuerung hingegen
wird von einem Prototypingmodul, mit hoher Rechenleistung, der ECU, durchgeführt.
Die Microcontroller sind die Schnittstelle zwischen der ECU und der Peripherie, also
den Sensoren und Aktoren. Da die ECU keine analogen oder digitalen Eingänge
beziehungsweise Ausgänge hat, sondern lediglich Schnittstellen für CAN-Busse,
spielen die Microcontroller eine tragende Rolle. Außerdem können analoge und

digitale Signalwege durch die Verteilung der Microcontrollerboards im Rennauto
verkürzt werden, was zum einen Kabel und somit auch Gewicht erspart. Zudem wird
dadurch die Störanfälligkeit minimiert.
In der letzten Saison wurden aus zeitlichen und aus Gründen des Knowhows fertige
Microcontroller vom Typ Arduino Uno verwendet.

Der bestechendste Vorteil einer Eigenentwicklung des Microcontrollerboards im
Vergleich zu einer kaufbaren Lösung ist die Freiheit im Design.
Der Schaltplan dieses Microcontrollerboards wurde der Anwendung, für die es im
Rennauto vorgesehen ist, entsprechend modifiziert. Aus dem so erstellten Schaltplan
wurde im Anschluss das Platinenlayout erstellt.
Die Platine wurde anschließend bei einem Dienstleister gefertigt. Die Bestückung der
Platinen wurde in Eigenfertigung am Hauptstandort der DHBW Mannheim in der
Coblitzallee durchgeführt.
Die Funktionsfähigkeit der Micorcontrollerboards konnte durch entsprechende Tests
nachgewiesen werden.
Eine Detailliertere Beschreibung des entstehende Microcontroller finden Sie hier.